Gesundheit : Knochenersatz aus der Tube greifbar nahe

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Der Knochenersatz aus der Tube könnte bald Wirklichkeit werden. Die Knochenheilung könnte damit in absehbarer Zeit revolutioniert werden, meinte Johannes Rueger vom Universitätsklinikum HamburgEppendorf auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie in Berlin. Schon jetzt stellten Knochenkeramiken, -zement und -wachstumsfaktoren wesentliche Erweiterungen der chirurgischen Knochenreparatur dar, sagte Rueger auf dem von 4000 Fachärzten besuchten Kongress.

„Wir werden Defekte problemlos auffüllen und die Knochenheilungsgeschwindigkeit nahezu verdoppeln“, sagte er zu den Zukunftsaussichten. Knochenersatz aus Kalziumphosphatkeramik werde nicht abgestoßen, erläuterte Rueger. Gleiches gelte für Kalziumphosphatzement, der am OP-Tisch aus einem Pulver und einer Starter-Lösung zusammengemischt wird. Er füllt durch Unfall oder Krebs entstandene Lücken und härtet erst im Körper aus. Zement und Keramik bauten sich im Zuge der Knochenneubildung ab. Ihr Nachteil liege in ihrer geringen mechanischen Belastbarkeit. Noch neuer seien gezielt eingesetzte Wachstumsfaktoren, die sich noch bewähren müssten. dpa

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