Kolumne : Mitarbeiter der Woche: Der Drehstuhl-Fachmann

Mit Begriffen wie "Rollen", "Fußkreuz", "Lift", "Neigung" oder "Wirbelsäule" jongliert Thomas Langecker so selbstverständlich wie andere mit Kochrezepten oder Fußballergebnissen.

Langecker
Thomas Langecker -Foto: Mike Wolff

Name

Thomas Langecker, 49

Beruf

Hersteller und Händler von Drehstühlen

Alltag

Mit Begriffen wie „Rollen“, „Fußkreuz“, „Lift“, „Neigung“ oder „Wirbelsäule“ jongliert er so selbstverständlich wie andere mit Kochrezepten oder Fußballergebnissen. Thomas Langecker führt seit über 20 Jahren das Fachgeschäft „Der Drehstuhl“ in der Lietzenburger Straße 20b. Seine Liebe zum Drehstuhl entdeckte er während des Politologiestudiums an der Freien Universität: Für einen Nebenjob verkaufte er gebrauchte Stühle. Inzwischen führt er ein Familienunternehmen, in dem auch die beiden Söhne und seine Ehefrau mitarbeiten. Die Kunden können sich ihren Drehstuhl individuell aus den drei Modulen Lehne, Sitzfläche und Mechanik zusammenstellen. Viele kommen aus gesundheitlichen Gründen, etwa weil die Gymnastiktrainerin sie geschickt hat. Ein Stuhl kostet zwischen 155 und 655 Euro. „Der Rücken ist eminent wichtig“ sagt Thomas Langecker. Zur Zivilisationskrankheit würden Rückenleiden werden, weil wir generell zu viel sitzen. In seinem Laden kann er da nur Schadensbegrenzung betreiben. Denn er weiß: „Es gibt keine grundsätzlich gesunden Stühle, nur persönlich geeignete.“ Foto: Mike Wolff/Text: uba

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