Gesundheit : Kompetenzzentren bündeln Wissenschaft und Wirtschaft: Beispiele des Erfolgs

Genomforschung/Molekulare Medizin: Die besondere Rolle der Genomforschung wurde bei der Verteilung von 350 Millionen Mark aus UMTS-Zinserlösen deutlich, von denen etwa 25 Prozent in die Region Berlin-Brandenburg fließen. Zwei von fünf Kernbereichen liegen in Berlin, und regionale Forschungseinrichtungen sind an vier von fünf krankheitsorientierten Genomnetzwerken beteiligt. Die im laufenden Jahr gegründeten Unternehmen Combinature Biopharm AG und Scienion AG konnten jeweils Gelder in zweistelliger Millionenhöhe akquirieren.

Tissue Engineering: Die "Interessengemeinschaft Tissue Engineering" ist einer der weltweit führenden Verbünde im Bereich der Gewebe- und Organzüchtung. In Berlin-Brandenburg ist auf diesem Gebiet eine Vielzahl von Arbeitsgruppen in der Charité, am Max Delbrück-Centrum und am Deutschen Rheumaforschungszentrum tätig. Mehr als zehn Unternehmen entwickeln neue Hautgewebe, Knorpel-/Knochengewebe und Knochenmarkgewebe, die teilweise bereits am Markt eingeführt werden.

Biohybride Technologien / Bioelektronik: Der 1999 gegründete InnoRegio-Verbund "Biohybride Technologien" konnte im Jahr 2000 als Sieger des InnoRegio-Wettbewerbs 17 Millionen überregionaler Fördermittel einwerben. Sieben Forschungsinstitute und rund 20 Unternehmen aus der Biochemie, der Mikroelektronik und der Mikrosystemtechnik arbeiten an der Entwicklung von Biochips und Sensoren.

RNA-Technologien: Ausgehend vom Institut für Biochemie der FU wurde 1998 das RNA-Netzwerk als anwendungsorientierter Verbund zur Entwicklung und Vermarktung von RNA-Technologien gegründet. Die aus diesem Umfeld hervorgegangene Noxxon Pharma AG konnte kürzlich ihr innovatives Konzept für die Wirkstoffentwicklung erstmals im Tierexperiment bestätigen und mehr als 20 Millionen Mark privates Kapital mobilisieren. Nun können neue Medikamente entwickelt werden.

Nutrigenomforschung: Nutrigenomforschung heißt die Synthese aus den drei Fachgebieten Genomforschung, Ernährung und pflanzlicher Biotechnologie. Sie beschäftigt sich mit ernährungsbedingten Krankheiten. Im Mai diesen Jahres wurde die Region Potsdam-Berlin vom Bundesforschungsministerium als eine von drei Siegerregionen ausgezeichnet und erhält für die Bearbeitung der "Ernährungsabhängigen Krankheiten" 35 Millionen. Neben der thematischen Fokussierung hat sich die intensive Koordinierung durch BioTOP Berlin-Brandenburg bewährt: Es gibt Netzwerke zum Thema Finanzierung (BioFinanz) und zur langfristigen Standortplanung (BioCampus).

0 Kommentare

Neuester Kommentar