Gesundheit : Kortison verzögert den Ausbruch von Aids

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Bei der Immunschwächekrankheit Aids werden die Helferzellen der Körperabwehr zerstört. Das liegt zum einen an dem AidsVirus HIV, zum anderen aber möglicherweise auch an der Selbstzerstörung des Immunsystems. Zumindest wird diese Hypothese von einer überraschenden Studie französischer Wissenschaftler gestützt. Die Forscher gaben 44 HIV-Infizierten Prednisolon, einen künstlich hergestellten Abkömmling des Kortisons. Prednisolon dämpft das Immunsystem. Es stellte sich heraus, dass die Substanz den Verlust der Helferzellen deutlich abbremste und damit auch den Ausbruch von Aids hinauszögerte, schreiben die Forscher im Online-Journal „BMC Medicine“. Nach zwei Jahren hatte die Hälfte der Patienten sogar mehr Helferzellen als vor Therapiebeginn. Zusätzliche Aids-Mittel wurden nicht verabreicht. Nebenwirkungen traten kaum auf. Weitere Tests sollen nun folgen. wez

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