Gesundheit : Krankenkasse warnt vor chinesischen Kräutermischungen - Pestizide, Insektizide und Schimmel gefunden

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat vor Gesundheitsgefahren gewarnt, die von chinesischen Kräutern ausgehen können. "Es liegen mehrere wissenschaftliche Untersuchungen vor, die über ernste gesundheitliche Schäden bei der Verwendung von solchen Kräutern berichten", sagte die Medizinerin Birgitta Weltermann von der Krankenkasse am Dienstag in Hamburg.

In Belgien seien bereits mehr als 100 Erkrankungen bekannt geworden, darunter auch Todesfälle, meldete die Kasse unter Berufung auf eine britische Medizinzeitschrift. Auch in Deutschland seien bereits die Nieren eines Patienten nachhaltig durch chinesische Kräuter geschädigt worden, so Weltermann. Angeboten würden die Kräuter hierzulande überwiegend als Tees, die meist über das Internet, den Versandhandel, Drogerien und Apotheken verkauft werden.

Nach Angaben der Krankenkasse können die Kräuter erheblich mit Pestiziden, Insektiziden und Schimmel verunreinigt sein. Die Liste reiche von Arsen über Cadmium, Blei, Quecksilber, Thallium bis zu Zink, zitiert die TK das "Deutsche Ärzteblatt". Zudem würden einigen "Kräutermischungen" aus Fernost auch "bis zu 30 Prozent mineralische und tierische Produkte beigemischt".

Der Patient erhalte häufig keine Informationen über den Wirkstoffgehalt der Mischungen. Selbst Ärzten lägen diese Informationen oft nicht vor. Chinesische Kräuterzubereitungen hätten weder in Deutschland, in der EU noch in einem anderen hoch industrialisierten Land eine arzneimittelrechtliche Zulassung. Ihre Herstellung und Verarbeitung unterliege somit keiner staatlichen Kontrolle, teilte die Krankenkasse mit.

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