Gesundheit : Krebs: Eine Welle neuer Arzneien

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Frucht der Forschung: Allein in den USA werden zur Zeit mehr als 400 Krebspräparate geprüft. Beispiele für neue Therapien.

Signalblocker: "Intelligente" Moleküle unterbrechen Nachrichtenwege in der Krebszelle. Hauptziel sind Tyrosinkinasen, wichtige Signalstoffe. Die Zellteilung stoppt, im Idealfall begeht die Zelle Selbstmord. Prototyp ist "Glivec". Im fortgeschrittenen Prüfungsstadium sind "Iressa" (gegen Lungen-, Magen-, Prostatakrebs) und "Tarceva" (Krebs der Atemwege).

Gefäßblocker: Weltweit werden Dutzende von Substanzen erprobt, die dem Krebs die Blutversorgung abschneiden und ihn aushungern sollen. Weit gediehen ist die Entwicklung von "Neovastat" (Nierentumoren) und "Semaxanib" (Dickdarmkrebs).

Immuntherapie: Die "Impfung gegen den Krebs" macht allmählich Fortschritte. Es gibt verschiedene Spielarten, die allesamt zum Ziel haben, die erlahmte Körperabwehr des Kranken zu stimulieren.

Antikörper: Raffinierte molekulare "Lenkwaffen" gegen Krebszellen. Antikörper sind Eiweißmoleküle, die sich an Tumoren heften, die Körperabwehr anlocken oder selbst mit Giften beladen sind. Prototyp ist "Herceptin" (gegen Brustkrebs). Antikörper gegen viele weitere Tumoren sind bereits zugelassen oder werden erprobt.

Gentherapie: Der Versuch, Krebs mit Genen zu heilen, ist bisher fehlgeschlagen. Das Verfahren steckt noch in den Anfängen, aber Forscher hoffen auf einen Durchbruch.

Chemotherapie: Auch die herkömmliche "Giftdusche" mit Chemotherapie wurde durch neue Medikamente wie "Taxol" (gegen Brust- und Eierstock-Krebs) wirksamer.

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