Gesundheit : Krebszellen begehen Selbstmord

Neuartiges Mittel zeigt Erfolge

-

Die moderne Zellforschung gilt als Hoffnungsträger für neue Medikamente. Nicht selten erweist sich der Weg vom Labor zum Patienten aber als sehr weit. Doch jetzt können amerikanische Ärzte einen Erfolg melden. Ein neuartiges Krebsmittel namens Bortezomib kann Patienten mit fortgeschrittenem Knochenmarkskrebs selbst dann noch helfen, wenn andere Substanzen nicht mehr wirken. Das ist das Ergebnis einer Studie an rund 200 Patienten mit Multiplem Myelom. Bei 60 Prozent der Patienten schritt der Krebs nicht weiter fort oder bildete sich sogar zurück, berichteten die Wissenschaftler beim Kongress der Amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie in Philadelphia. Bortezomib wird von der Firma Millenium (Cambridge, USBundesstaat Massachusetts) hergestellt und muss gespritzt werden. Es blockiert das Proteasom, einen röhrenförmigen Proteinkomplex in der Zelle, der seinerseits Proteine verdaut oder spaltet. Wird das Proteasom gehemmt, begeht die Krebszelle Selbstmord. Gesunde Zellen sollen nicht geschädigt werden. Bortezomib wird bei vielen Krebsformen getestet. wez

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben