Gesundheit : Kultusminister kündigen Entscheidung an - Studienkonten sollen zu "Qualitätsbewusstsein" erziehen

H.S.

Die Kultusminister der Bundesländer haben sich darauf geeinigt, innerhalb der nächsten sechs Monate eine Einigung über Studiengebühren an deutschen Hochschulen auf den Tisch zu legen. "Zur nächsten Ministerkonferenz im Mai werden wir einen Zwischenbericht unserer Arbeitsgruppe geben", stellte der Bremer Wissenschaftssenator Willi Lemke in Aussicht, der zur Zeit Präsident der Ministerkonferenz ist. Sachsens Wissenschaftsminister Hans Joachim Meyer meinte: "Unser Ziel muss es sein, das grundständige Erststudium auch weiterhin gebührenfrei anzubieten." Die Grundlage einer Einigung könnte der jüngste Vorschlag des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministers Jürgen Zöllner sein, der so genannte Studienkonten einführen will. Demnach steht jedem Studenten eine bestimmte Anzahl von Lehrveranstaltungen frei. Wenn das Konto aufgebraucht ist, könnten Gebühren anfallen. "Das Studienkonto könnte die Studenten zum Qualitätsbewusstsein erziehen, indem sie genau abwägen, wofür sie die Stunden aufbrauchen", erläuterte Christa Sager, Wissenschaftssenatorin in Hamburg. "Das Modell lässt sich auch gut mit lebenslangem Lernen koppeln, denn nicht aufgebrauchte Stunden stehen für spätere Weiterbildung zur Verfügung." Baden-Württembergs Kultusminister Klaus von Trotha (CDU) will den bundesweiten Vertrag über ein studiengebührenfreies Erststudium nicht unterschreiben. Baden-Württemberg hat in diesem Jahr bereits Studiengebühren eingeführt. Dort müssen Langzeitstudenten ab dem 14. Semester rund 1000 Mark zahlen. Bayern verlangt Gebühren für das Zweitstudium.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben