Gesundheit : Kurzmeldungen

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Wie klang es, als das Baby zum ersten Mal lachte? Was erzählte der alte Fährmann an der Wolga? Gedächtnisperlen sind kleine interaktive Kügelchen, die das Gedächtnis bei der Rekonstruktion wertvoller Erinnerungen unterstützen. Entworfen hat sie die Designstudentin Karolina Tylka (Foto) im „Eqbator, Labor für Kultur im Entstehen“, der Zukunftswerkstatt an der Universität der Künste Berlin (UdK). Die formbaren Kunststoffkugeln, die Töne aufnehmen und wiedergeben und in einer individuell gestaltbaren Erinnerungslandschaft liegen, könnte man in wichtigen Lebenssituationen immer dabei haben, sagt Karolina Tylka. Noch gibt es ihre Gedächtnisperlen nur im Modell, das sie im EqbatorProjekt „Zukunft der Kommunikation“ entworfen hat. Das Projekt wurde vom europäischen Design-Zentrum von Mitsubishi Electric gefördert. Tylkas Kommilitonen entwarfen zukunftsträchtige Kommunikationsmittel wie die in Pixel eingeteilte Visitenkarte, die mit dem Handy fotografiert wird und auf die Website des Besitzers führt. Oder das „Light Messaging System“, ein mobiles Leuchtsystem, mit dem ein Freundeskreis Kontakt halten kann. Vor der Produktentwicklung haben die Studenten Feldforschung in ihren Kreisen betrieben. Die Erkenntnis, die zum Leuchtstift führte: Man möchte immer erreichbar sein, aber eigentlich nur für ausgewählte Kommunikationspartner. „Künstlerische Grundlagenforschung ist für Mitsubishi eine völlig neue Methode“, sagt UdK-Vizepräsidentin und Eqbator-Mentorin Kirsten M. Langkilde. Nach der direkten Verwendbarkeit der Kommunikationsmodelle hätten die Designmanager aus Paris kaum gefragt. Aber wer hätte nicht gern bei der großen Sommerreise ein paar Gedächtnisperlen dabei? -ry / Foto: Uwe Steinert

WAS WIRD AUS UNS? ZUKUNFTSFORSCHUNG IN BERLIN

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