Gesundheit : Kurzmeldungen

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STREIKSPLITTER

Gruppendynamik. Sie ist seit 30 Jahren am Institut für Bibliothekswissenschaft, aber so etwas hatte Gertrud Pannier noch nicht erlebt. Ihre öffentliche Vorlesung vor 25 Studenten im Bahnhof Friedrichstraße sei „schon sehr ungewohnt“ gewesen, sagte Pannier hinterher. Schließlich musste sie Inhalte rüberbringen – und die Passanten direkt ansprechen. „Bitte bleiben Sie stehen, wir brauchen Ihre Unterstützung“, warb die 53-jährige wissenschaftliche Mitarbeiterin. Mit Erfolg: Zeitweise bildete sich vor der Unterschriftenliste für den Erhalt des HU-Instituts eine Schlange. „Auch unter den Studenten bewegt sich was“, freut sich Pannier. „ Hoffentlich werden sie nicht von der Politik enttäuscht.“

Schöne Studenten. Gelungene Imagepflege betreiben die HU–Romanisten, denen die Hälfte der Professoren gestrichen werden soll. Unter dem Motto „Ich bin die Romanistik“ haben sie ihre Konterfeis auf Papierbögen in ganz Mitte verteilt. Den Fotos nach zu urteilen, sehen Romanisten wie Romanistinnen richtig gut aus. Vielleicht helfen lukrative Model-Verträge, um der Alma Mater finanziell unter die Arme zu greifen.

Buchstabensalat. Öffentliche Vorlesung von FU-Studenten an der Friedrichstraße: Auf einem Transparent hat der ,Senat’ einen Buchstaben verloren und ist versehentlich zum ,Seat’ geworden. „Mit der Bildung geht es echt bergab“, sagt eine Studentin. -ry/tiw

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