Gesundheit : Kurzmeldungen

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STREIKSPLITTER

Senatoren ohne Solidarität. Ob die Berliner Senatoren einen Platz an den Unis der Hauptstadt ergattern könnten, wenn sie jetzt erst ihr Studium aufnähmen? Wohl kaum – das suggerieren zumindest Plakate in der Friedrichstraße und Unter den Linden. „Der Senator für Inneres Erhart Körting studierte Jura in Berlin. Dieses Fach wird kaputt gespart“, lesen Passanten beispielsweise. Oder: „Der Senator für Bildung Klaus Böger studierte Politologie und Staatsrecht in Berlin. Diese Studienfächer werden jetzt gekürzt.“ Von den neun Regierenden lernten mehr als die Hälfte in Berlin: Neben Körting und Böger auch Klaus Wowereit, Wirtschaftssenator Harald Wolf und Wissenschaftssenator Thomas Flierl. Wo bleibt da die Solidarität mit der Alma Mater?

Geliebter Marathon : Die Physik-Marathonvorlesung am Potsdamer Platz entwickelt sich zum Publikumsrenner. Nach 72 Stunden sollte eigentlich Schluss sein, nochmal 48 Stunden später drängeln sich am Samstag immer noch Studenten und Passanten um das Zelt mitten auf dem Platz. Dort dozieren inzwischen Musikwissenschaftler. Ein Ende ist nicht abzusehen: „Wir bleiben hier, bis der Senat die Kürzungen zurücknimmt“, sagt ein Student. Von Dienstag bis Freitag übernehmen die Geowissenschaftler der drei Unis den nächsten Fach-Marathon.

Ferienstreik. Nicht alle Studenten sind vom Streik überzeugt. Viele fürchten, das Semester zu verlieren. Die Studierenden der Technischen Fachhochschule stimmten deswegen als erste gegen einen Streik. In einer Diskussion an der Weddinger Hochschule schlug ein Student seinen Kommilitonen eine elegante Lösung des Problems vor: „Streik in den Semesterferien.“tiw

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