Gesundheit : Kurzmeldungen

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STREIKSPLITTER

Irrfahrt mit dem Kanzler: Flüchtende Professoren, Eierwürfe, Polizei – in der vergangenen Woche ließen Studenten die Sitzung des Akademischen Senats (AS) der FU platzen (wir berichteten). Während verärgerte Kommilitonen (nach Asta-Angaben 300, nach Angaben anderer Augenzeugen höchstens 100) die Eingänge des Henry-Ford-Baus versperrten, stieg der Asta-Vertreter Ralf Hoffrogge mit zwei Kommilitonen in das Auto des FU-Kanzlers Peter Lange, um zu dem geheimen Ort zu gelangen, an den die Sitzung nach ihren Informationen nun verlegt werden sollte. Hoffrogge hat seine Erlebnisse im Auto des Kanzlers jetzt im Internet veröffentlicht:

„Nachdem durch polizeiliche Aufforderung der von interessierter Öffentlichkeit umstellte Wagen losfahren konnte, ging eine absurde Tour durch Dahlem los. Kanzler Lange weigerte sich auch im Wagen, den Sitzungsort zu nennen, unsere höflichen Anfragen blieben folgenlos. An jeder Ampel wartete Lange die Grünphase ab und fuhr erst bei Gelb über die Kreuzung. Denn: ein Fahrzeug mit interessierten Studierenden hatte die Verfolgung aufgenommen, um an der öffentlichen AS-Sitzung teilzunehmen. Irgendwann hieß es dann lakonisch von Lange: ,Der hat echt Nüsse, ist jetzt schon zum dritten mal bei Rot rübergefahren.’ Als wir dann in direkter Anfahrt auf den Hochschulstandort Lankwitz waren, hatten wir plötzlich die Verfolgung neben uns: zwei freundliche Studentinnen grüßten Lange und uns durch’s heruntergekurbelte Fenster. Sie wüssten jetzt, wo’s langgeht und würden vorfahren. Soviel zum Thema Nüsse.“ akü

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