Gesundheit : Lassa-Fälle in Deutschland

Erkrankungen an Lassa-Fieber sind in Deutschland extrem selten. Eine Dokumentation der Fälle, die vor dem Tod des nigerianischen Patienten in Wiesbaden für Schlagzeilen sorgten

Januar 2000, Würzburg: Die 23-jährige Kunststudentin Annegret V. stirbt nach zweiwöchigem Kampf gegen das Lassa-Fieber. Die junge Frau war am Neujahrstag von einer siebenwöchigen Afrikareise an die Elfenbeinküste und nach Ghana zurückgekehrt. Mit grippeähnlichen Symptomen wurde sie zunächt in eine Klinik in Schwäbisch Hall eingeliefert und auf Malaria untersucht. Erst später wurde sie in die Tropenabteilung der Klinik in Würzburg überführt. Dort starb sie an inneren Blutungen.

1997, Mainz: Der Tod des 37-jährigen Asylbewerbers Matsobane James Nkale aus Ghana in einem Mainzer Krankenhaus schreckt die Gesundheitsbehörden auf, weil zunächst Verdacht auf Lassa-Fieber bestand. Eine Obduktion ergibt jedoch: der Mann war vergiftet worden.

1985: Ein Arzt, der sich in Afrika infiziert hat, wird in Deutschland gegen Lassa-Fieber behandelt und überlebt.

März 1974: Der deutsche Arzt Bernhard Mandrella erkrankt bei einem Einsatz in Nigeria an Lassa-Fieber. In hermetisch abgeriegelter Schutzkleidung wird er zur Behandlung nach Hamburg geflogen. Auch er überlebt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben