Gesundheit : Leben verändert die Atmosphäre

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Die Suche nach erdähnlichen Planeten tritt gegenwärtig in eine neue Phase. Denn der Ende 2006 gestartete französische Satellit „Corot“ überwacht 120 000 Sterne auf Helligkeitsschwankungen, die durch vor den Sternen vorüberziehende Planeten verursacht werden.

Eine ähnliche Aufgabe hat der amerikanische Satellit „Kepler“, der nächstes Jahr ins All starten soll. Während Corot erdähnliche Planeten bei kühlen Zwergsternen aufspüren kann, ist Kepler auf sonnenähnliche Sterne spezialisiert.

FRAGE NACH LEBEN

Aber allein die Entdeckung erdgroßer Planeten in den lebensfreundlichen Zonen anderer Sterne kann noch nicht die Frage beantworten, ob auch dort wie auf der Erde Leben entstanden ist.

NEUE TELESKOPE

Auf dem Reißbrett entsteht deshalb bereits die nächste Generation von Weltraumteleskopen, die diese Frage beantworten sollen. Missionen wie das europäische „Darwin“-Projekt oder der amerikanische „Terrestrial Planet Finder“ könnten uns erste Bilder erdähnlicher Planeten bei anderen Sternen liefern.

Bei diesen Geräten soll die von mehreren Weltraumfernrohren empfangene Strahlung miteinander kombiniert werden („Interferometrie“), um eine extrem hohe Bildauflösung zu erreichen.

INTELLIGENTE WESEN

Die Analyse des Lichts dieser Planeten könnte uns dann sogar zeigen, ob es dort Leben gibt. Denn Leben verändert die Atmosphäre eines Planeten – sie gerät aus dem chemischen Gleichgewicht. So könnte ein hoher Sauerstoffanteil wie in der irdischen Lufthülle ein Zeichen für eine belebte Welt sein.

Vielleicht könnte man dann irgendwann sogar intelligentes Leben auf einer fernen Welt nachweisen. Wenn nämlich die Außerirdischen ihre Atmosphäre ebenso mit künstlich erzeugten Giftstoffen verschmutzen wie wir. kay

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