Gesundheit : Lebende Haut oder tote Imitation

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Der elektronische Pass scheint noch nicht völlig sicher zu sein. So beschreibt der Chaos-Computer-Club im Internet, wie man einen fremden Fingerabdruck nachbilden kann, um sich diesen auf die eigene Fingerkuppe zu kleben und damit eine „neue Identität“ anzunehmen.

„Ich frage mich allerdings, ob das in der Praxis auch funktionieren würde“, sagt Alexander Nouak vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt. Er plädiert für weitere Forschung. „Wir brauchen Sensoren, die nicht nur das Rillenmuster ablesen, sondern auch prüfen, ob es sich um lebende Haut handelt oder um tote Imitation", sagt er.

Lebende Haut sei durchblutet. Dies führe dazu, dass die Papillarlinien im Rhythmus des Blutstroms pulsierten. Der Effekt sei winzig, die Papillarlinien zuckten nur um wenige tausendstel Millimeter.

Die Hamburger Firma Dermalog hat nach Angaben ihres Mitarbeiters Oliver von Treuenfels bereits die nötige Technik. „Unser Scanner kann erkennen, ob es sich um einen lebenden Finger handelt oder um ein Imitat.“ FS

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