Gesundheit : Lehrermangel: "Weiter unbefriedigend"

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In Deutschland müssen nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) erheblich mehr Lehrer eingestellt werden. Besonders an Grund- und Berufsschulen werde die Personaldecke knapp, erklärte das DIW in seinem am Mittwoch in Berlin vorgelegten Wochenbericht. Danach werden rund 550 000 der jetzt beschäftigten Lehrer bis zum Jahr 2020 in den Ruhestand gehen. Das seien im Westen knapp vier Fünftel der Vollzeitlehrer, im Osten zwei Drittel.

Die Grundschulen schneiden bei der Schüler-Lehrerrelation schlecht ab. Durchschnittlich kommen hier 23 Schüler auf einen Lehrer. Als optimal gilt eine Klassengröße von 15 Kindern. Deutschland rangiere damit im internationalen Vergleich im unteren Bereich, heißt es in dem Bericht. An den Berufsschulen musste sich jeder zehnte Schüler mit acht Stunden pro Woche statt der empfohlenen zwölf begnügen. Hier fehlt es seit Jahren wegen struktureller Mängel in der Ausbildung an Lehrern. Kritisiert wird auch, dass bundesweit noch immer neun Prozent aller Jugendlichen die Schule ohne Abschluss verlassen (Zahlen Schuljahr 1999/2000). Besonders hoch war dieser Anteil bei den jungen Männern in Ostdeutschland. Das Institut forderte vor diesem Hintergrund, in den kommenden sechs Jahren jährlich 8700 junge Lehrer einzustellen.

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