Gesundheit : Leiter des Berliner Instituts für Schulentwicklung muss gehen

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Für die Freie Universität Berlin war es eine Genugtuung, als Präsident Dieter Lenzen das Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg (ISQ) auf den Campus holte. Anfang dieses Jahres eröffnete das Institut, an dem unter anderem Vergleichsarbeiten ausgewertet werden. Im Jahr 2004 hatte die Humboldt-Uni das Rennen um das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) gemacht – eine Einrichtung aller Bundesländer, an der auch die FU interessiert war. Sechs Monate nach der Gründung des ISQ in Dahlem gibt es nun Ärger in der für die regionale Bildungsforschung so wichtigen Einrichtung.

Der Vertrag des Geschäftsführers Hans-Jürgen Kuhn, der zuvor das Referat für Schulische Qualitätssicherung im Brandenburgischen Bildungsministerium leitete, wird nicht verlängert. Die Stelle soll neu ausgeschrieben werden. Offenbar gab es Differenzen über die konzeptionelle Ausrichtung des Instituts und seine Einbindung in die FU.

Dass Kuhn, der zunächst als kommissarischer Geschäftsführer eingestellt worden war, nun nach der Probezeit gehen muss, habe Lenzen im Vorstand durchgesetzt, ist zu hören. Zwischen den beiden habe die Chemie nicht gestimmt. Im Vorstand des ISQ, das im März auf Beschluss des Akademischen Senats zu einem An-Institut der FU wurde, sind auch Berlin und Brandenburg vertreten. Die Bildungsstaatssekretäre Thomas Härtel und Burkhard Jungkamp betonen in einer gemeinsamen Erklärung, sie seien überzeugt, das ISQ werde den „eingeschlagenen erfolgversprechenden Weg“ unter einer neuen Leitung fortsetzen können. Der FU-Präsident wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Kuhn kehrt auf seine Stelle als Referatsleiter in Brandenburg zurück. -ry

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