Gesundheit : Lese-Rechtschreibschwäche: Legastheniker haben gestörte Sinne

Die Hälfte aller Legastheniker hat laut einer Untersuchung von Freiburger Hirnforschern Probleme mit bestimmten Hör-, Seh- und Blickfunktionen. Tests der Arbeitsgemeinschaft Hirnforschung hätten ergeben, dass Kinder, die an einer Lese-Rechtschreibschwäche leiden, bei Hör-, Seh- und Blickprüfungen deutlich schlechter abschnitten als ihre Altersgenossen. Das teilte jetzt die Freiburger Albert-Ludwigs-Universität mit. Bei ihnen seien eine geringere Aufmerksamkeit oder eine übersteigerte Aktivität (Hyperaktivität) auffällig.

Eine Gruppe von Wissenschaftlern unter Leitung von Professor Burkart Fischer hat nach den Angaben der Universität jedoch Trainingsgeräte entwickelt, mit deren Hilfe Kinder mit einer Lese-Rechtschreibschwäche ihre Entwicklungsrückstände aufholen könnten. Wesentliche Voraussetzung für den Erwerb der Sprache, vor allem der Schriftsprache, sei eine möglichst fehlerfreie Verarbeitung der Sinnesinformationen im Gehirn. Dazu gehöre die Unterscheidung von Lauteigenschaften, genaues und dynamisches Sehen sowie eine zuverlässige Blicksteuerung. Hier setzen die Trainingsgeräte an.

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