Gesundheit : Lücken im europäischen Hochschulraum

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RheinlandPfalz ist das Schlusslicht bei der Einführung von Bachelor und Master an den Hochschulen. Der Anteil der Erstsemester und Studenten in den neuen Studiengängen betrug dort nur 2,2 beziehungsweise zwei Prozent. Das ergab eine gestern veröffentlichte Untersuchung der Kultusministerkonferenz (KMK). Spitzenreiter bei den Studienanfängern ist Bremen mit 18 Prozent, dicht gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (16 Prozent), Nordrhein-Westfalen (15 Prozent) und Brandenburg (14 Prozent). Berlin liegt mit 10 Prozent der Studienanfänger in BA- und MA-Studiengängen bundesweit im Mittelfeld. Weit zurück liegt Bayern mit einer Quote von vier Prozent.

Dass jetzt auch die Bildungs- und Forschungsminister der Länder einen BAMA-Bericht vorlegen, nachdem Bundesbildungsministerin Bulmahn schon Mitte Februar Bilanz gezogen hatte, zeigt: Eile ist geboten. In fünf Jahren soll das Lehrangebot flächendeckend auf die neuen gestuften Studiengänge umgestellt sein. Zwar stieg der Anteil der Studienanfänger und Studierenden von 1999 (1,2 Prozent) bis 2003 (neun Prozent) und das Tempo zieht allmählich an.

Bis 2010, wenn der einheitliche europäische Hochschulraum geschaffen sein soll, sei noch viel Arbeit nötig, sagte KMK-Generalsekretär, Erich Thies, dem Tagesspiegel. 2010 bleibe die „Zielmarke“. Vor allem in den Geistes- und Sozialwissenschaften brauche die grundlegende Studienreform hin zu inhaltlich und zeitlich stärker gegliederten Angeboten ausreichend Zeit. Dass die Diplom- und Masterstudiengänge vollständig durch Bachelor- und Masterprogramme ersetzt werden, sei aber irreversibel. -ry

Der Bericht im Internet:

www.kmk.org/aktuell/BA-MA-Bericht_2003_alles.pdf

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