Gesundheit : Lungenentzündung oft „übertherapiert“

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Ein Umdenken bei der Behandlung von Lungenentzündungen haben Mediziner in Frankfurt gefordert. Die gängige Diagnose anhand von Bronchialsekret sei überholt. Sicherer sei es, den Erreger im Urin nachzuweisen. In Hausarztpraxen würden Patienten oft mit zu breit wirkenden Antibiotika „übertherapiert“, berichteten Mediziner auf dem 45. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie. Obwohl mehr Menschen wegen Lungenentzündung ins Krankenhaus kämen als nach Herzinfarkt oder Schlaganfall, herrsche „eine völlig unzureichenden Datenlage“, sagte Norbert Suttorp vom Berliner Universitätsklinikum Charité. Das vor zwei Jahren gegründete Netzwerk „Capnetz“ soll das ändern. Bisher wurden zwischen 1600 und 1700 Fälle aufgearbeitet. dpa

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