Gesundheit : Lust auf Physik

Freie Universität geht mit einem Schüler-Labor auf Studentenfang

Tilmann Warnecke

Das Fach Physik rangiert in der Beliebtheitsskala von Schülern in den unteren Rängen. Fachlehrer haben es schwer, sie für die Geheimnisse von Mechanik und Optik zu begeistern. Die Universitäten bekommen die mangelnde Physik-Lust zu spüren. Sie müssen um jeden Studienanfänger kämpfen. Die Freie Universität geht nun mit einem Schülerlabor im Fachbereich Physik in die Offensive. Im „PhysLab“ können Schüler selbstständig an modernen Geräten experimentieren und Dozenten Löcher in den Bauch fragen. „Eine Brücke zwischen Schule und den Forschungsaktivitäten der Uni“ will die FU laut Laborchef Helmut Fischler schlagen. Ultraschallversuche, Brennstoffzellen und ein Raster-Tunnel-Mikroskop warten auf die Jung-Physiker. Die Universität hofft nicht nur auf eine langfristige Erhöhung der Studentenzahlen im Fach Physik, sondern will auch Versuche anbieten, die Schulen mangels Ausstattung nicht ausführen können.

Die ersten Schüler, die das Angebot jetzt testeten, bestätigten dies. „Bei uns in der Schule sind die Geräte ziemlich veraltet. Die Versuche hier hätten wir in der Klasse nicht machen können“, sagte Robin Wäsche vom Steglitzer Beethoven-Gymnasium. Auf das Studienfach Physik wollte sich der 16-Jährige allerdings nicht festlegen lassen. Interessierte Lehrer und Schüler können unter Telefon 838-56712 oder E-Mail physlab@physik.fu-berlin.de einen Termin im Schülerlabor vereinbaren.

Weitere Informationen im Internet:

www.physik.fu-berlin.de/de/schulkontakte/schuelerlabor

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