Gesundheit : Macht Forschungswüsten grün

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„Die Nachfrage wächst“, sagte der Präsident der DFG, ErnstLudwig Winnacker, gestern in seiner Bilanz für 2002. Allein in der Chemie könnten nur 20 Prozent der Anträge auf Förderung bewilligt werden – „eine viel zu geringe Quote“. 1,2 Milliarden Euro stellten Bund, Länder und Stifter der DFG im vergangenen Jahr zur Verfügung. Die größte deutsche Forschungsförderin erreichte von ihren staatlichen Geldgebern eine 2,5 prozentige Budgetsteigerung, obwohl der Bund zunächst mit einer 3,5 prozentigen Kürzung gedroht hatte.

Große Sorgen bereitet Winnacker, dass die Bundesregierung die Bildungsfinanzierung neu ordnen will. Es sei absolut sinnlos, Universitäten nur noch durch die Länder und außeruniversitäre Einrichtungen nur noch durch den Bund zu finanzieren. Bildung sei eine „nationale Aufgabe“, sagte auch der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Klaus Landfried. Wenn die Hochschulförderung allein den Ländern überlassen würde, drohten in ärmeren Regionen „Forschungswüsten“.

DFG-Präsident Winnacker mahnte die Bundesregierung auch, bei den jetzt verkündeten Reformen nicht die Bildung zu vergessen. Der Bund solle nicht nur den Konsum ankurbeln, sondern lieber eine „Innovationsinitiative“ starten und in Bildung und Forschung investieren. -ry

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