Gesundheit : Männerkampf und andere Kurzweil Studenten auf der Opernbühne

Tom Heithoff

Wie zwei Hirsche im Revierkampf umkreisen sie sich. Lauernd. Die Muskeln gespannt. „Sie sind ein Dieb“, singt da der eine. „Der Kerl da ist total verrückt“, stößt der andere hervor. Und plötzlich singen sie zweistimmig: „Die Not ist groß, wie werd’ ich den Kerl nur los!“ Die Hirsche heißen Tobias Link und Thorbjörn Björnsson und sind Gesangsstudenten der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Der Männerkampf ist Teil des Stücks „Fürwahr . . .?“ aus dem „Wachsfigurenkabinett“ von Karl Amadeus Hartmann.

Das Stück ist wiederum Teil eines Musiktheater-Abends, den Studierende der Regie von „Hanns Eisler“ und Bühnenbildstudenten der Universität der Künste mit Sängern beider Hochschulen gerade erarbeiten. Unterstützt werden sie von der Akademie der Künste und der Komischen Oper. „Viele Studenten klagen darüber, dass in der künstlerischen Ausbildung das Arbeiten im Team zu kurz kommt“, sagt Andreas Richter, Leiter Kommunikation an der Komischen Oper. Diesem Defizit wolle man mit professioneller Unterstützung abhelfen. Für Richter ist eine solche Kooperation, die in eine eigenständige Produktion mündet, die „beste Form der Nachwuchsförderung“. Das Ergebnis ist nun an zwei Abenden in der Akademie der Künste zu sehen.

Sonntag, 13. Juli, und Montag, 14. Juli, 19 Uhr, im Studio der Akademie der Künste, Hanseatenweg 10 (Karten 6, ermäßigt 3 Euro, Bestellung unter 39076-0).

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