Gesundheit : Malaria-Erreger kennen viele Tricks

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Malaria-Erreger können sich mit ihren genetischen Kniffen wesentlich besser gegen ihre Bekämpfung schützen als bisher angenommen. Ein Gen, dass eine entscheidende Rolle bei der Resistenz gegen das häufig eingesetzte Malaria-Mittel Chloroquin spielt, breitet sich überraschend schnell aus. Dies berichten Forscher um Xin-zhuan Su vom Labor für Malariaforschung des Nationalen US-Gesundheitsdienstes (NIH) in Bethesda (USA) in der aktiuellen Ausgabe der britischen Fachzeitschrift „Nature“ (Band 418, Seiten 323 und 326).

Weiterhin zeigte sich, dass der für die schwerste Form der Malaria beim Menschen verantwortliche Erreger „Plasmodium falciparum“ deutlich älter und verschiedenartiger ist als bisher vermutet. Bisher habe man angenommen, dass die heutigen Plasmodium-Stämme von gemeinsamen Vorfahren vor etwa 3000 bis 5000 Jahren stammten, berichten die Forscher. Ihre Untersuchung der Varianten von 204 Genen des Parasiten ergab dagegen, dass sich dieser Vorfahr vor etwa 100 000 bis 180  000 Jahren gleichzeitig mit dem Menschen selbst verbreitete und zu neuen Formen entwickelte.

Gleichzeitig untersuchte das Team bei 87 Stämmen von Plasmodien die Genorte, die für die Resistenz gegen den üblichen Malaria-Wirkstoff Chloroquin verantwortlich sind. Dabei zeigte sich, dass sich die Resistenzen schneller ausbreiten und in mehr Erregern stecken als bisher geglaubt. Dies bedeute, dass Medikamente schon nach kurzer schnell unwirksam werden können. dpa

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