Gesundheit : Malaria hat einen speziellen Duft

-

Nur etwa ein Fünftel der Bevölkerung in den Malaria-Risikogebieten der Welt ist extrem gefährdet, von der Überträgermücke Anopheles gestochen zu werden. Das schreiben Forscher der amerikanischen Gesundheitsforschungsinstitute (NIH) in Bethesda (US-Bundesstaat Maryland) im Fachjournal „Nature“ (Band 438, Seite 492). Die Wissenschaftler untersuchten 90 afrikanische Dörfer, die von der Krankheit betroffen sind. Dabei stellten sie fest, dass 80 Prozent der Infektionen mit dem Malaria-Erreger Plasmodium falciparum bei lediglich 20 Prozent der Menschen in den bedrohten Gebieten auftreten.

Ausschlaggebend für eine Infektion sind die Nähe zu einem Brutplatz der Mücken sowie eine gewisse Anziehungskraft für die Mücken. Auch das Alter spielt eine Rolle. Die Untersuchung ergab unter anderem, dass Kinder erst nach mehreren Infektionen Abwehrkräfte gegen den gefährlichen Erreger aufbauen. Generell nimmt die Gefahr einer Malaria-Erkrankung mit zunehmendem Alter ab. Mit diesen Erkenntnissen könnte die Malariabekämpfung stärker zielgerichtet und würde somit wesentlich verbessert werden, schreiben die Forscher.

Forscher von der Pariser Curie-Universität hatten erst vor kurzem entdeckt, dass Malaria-Infizierte die Überträgermücke anlocken und zu weiteren Stichen verleiten. Die Experten nehmen an, dass der Erreger den Geruch infizierter Personen verändert. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben