Gesundheit : „Mangelhaft“ für Bildungsstandards

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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Entwürfe der Kultusminister für neue Bildungsstandards in den Fächern Mathematik und Deutsch als mangelhaft bezeichnet. Die Kultusministerkonferenz (KMK) sollte jetzt „eine zweite Chance“ erhalten und die Standards mit Wissenschaftlern überarbeiten, sagte die GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange.

Mit den neuen Bildungsstandards wollen die Kultusminister die Konsequenzen aus dem miserablen deutschen Pisa-Abschneiden ziehen. Bildungsstandards seien „kein Wundermittel“ gegen die Schulmisere und auch nicht im Hauruck-Verfahren zu erstellen, erläuterte Stange. Wenn die Wirtschaft glaube, die neuen Standards dienten nur dem Ziel, „Schüler passgenau auf Ausbildung und Beruf vorzubereiten“, so sei sie „auf dem Holzweg“. Die GEW-Vorsitzende: „Angesichts der Verweigerungshaltung der Arbeitgeber bei der Schaffung von Ausbildungsstellen ist es perfide, junge Menschen mit dem Argument unzureichender Qualifikation für ihr Scheitern bei der Suche nach Lehrstellen selbst verantwortlich zu machen“.

Notwendig sind nach Auffassung der GEW bundesweit geltende Bildungsstandards, „die für alle Schulen gleiche Mindestanforderungen formulieren“. Jeder Ausbildungsbetrieb, jede Hochschule müsse sicher sein, dass Schulabgänger über bestimmte, allgemein bekannte Mindestqualifikationen verfügen. Wenn absehbar sei, dass Schüler, aber auch Schulen, die Qualitätsnormen nicht erreichten, müssten sofort Förder- und Unterstützungsmaßnahmen ergriffen werden. dpa

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