Gesundheit : Medizinpreis: Auszeichnung an Berliner Ärztin

Die Berliner Kinderärztin Young-Ae Lee erhält den diesjährigen Forschungspreis der SmithKline-Beecham-Medizinstiftung. Young-Ae Lee arbeitet am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und in der Kinderklinik der Charité. Die mit 25 000 Mark dotierte Auszeichnung würdigt ihre Forschungen zur Neurodermitis, einer der häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern. In einer europaweiten Studie hatte die Medizinerin gemeinsam mit Forschern aus anderen Bundesländern, aus Italien, Schweden und den Niederlanden erstmals eine Region auf dem dritten Chromosom gefunden, die ein Krankheitsgen für die Neurodermitis enthält. Erbliche Veranlagung und Umwelteinflüsse bestimmen, ob die Krankheit tatsächlich ausbricht. In Industrieländern erkranken zehn bis 15 Prozent aller Kinder an dieser Hautkrankheit.

In der vom Bundesforschungsministerium geförderten Studie hatten die Forscher drei Jahre lang rund 200 Familien mit Neurodermitis-Kindern untersucht. Dabei wurden alle Chromosomen systematisch durchforscht, um riskante Gene zu finden, die mit der Erkrankung vererbt werden. Es stellte sich heraus, dass die Allergie insbesondere dann auftritt, wenn die genetische Veranlagung von der Mutter stammt. Die Gene des Vaters hingegen ließen die Allergie kaum ausbrechen. Im nächsten Schritt wollen die Forscher die in Frage kommende Genregion weiter analysieren, um das auslösende Gen endgültig zu finden.

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