Gesundheit : Mehr Geld für die Forschung

Bund und Länder beschließen Haushalte

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Die Haushalte der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) werden im Jahr 2007 um drei Prozent steigen. Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) beschloss am Montag in Berlin erwartungsgemäß entsprechende Haushalte. Grundlage ist der „Pakt für Forschung und Innovation“, auf den sich Bund und Länder bereits vor einem Jahr geeinigt hatten. Die Max-Planck-Gesellschaft bekommt danach im kommenden Jahr gut eine Milliarde Euro, die Bund und Länder je zur Hälfte aufbringen. Die DFG erhält im kommenden Jahr ca. 1,4 Milliarden Euro. 58 Prozent davon finanziert der Bund, 42 Prozent die Länder. Zusätzlich erhält die DFG für den Elitewettbewerb von Bund und Ländern im kommenden Jahr 379 Millionen Euro. 75 Prozent davon entfallen auf den Bund, 25 Prozent auf die Länder.

Die BLK traf auf ihrer Sitzung auch noch letzte Entscheidungen für das Haushaltsjahr 2006: Die sechs forschenden Museen der Leibniz-Gemeinschaft und das Herder-Institut für Ostmitteleuropaforschung, erhalten für dieses Jahr einen überproportionalen Zuwachs von 8,4 Prozent, das entspricht knapp 31 Millionen Euro. Insgesamt erhalten die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft 2006 rund 756 Millionen Euro, knapp drei Prozent mehr als 2005. Über den Haushalt der Leibniz-Gemeinschaft für das Jahr 2007 wird die BLK im Oktober entscheiden, aufgrund des Paktes für Forschung wird ein Zuwachs von mindestens drei Prozent angestrebt.

Die BLK hat auf ihrer Sitzung auch über die Rolle des Gremiums nach der Föderalismusreform gesprochen, bei der die gemeinsame Bildungsplanung von Bund und Ländern abgeschafft werden soll. Nach dem bisherigen Stand der Föderalismusdebatte sollen Bund und Länder in Zukunft allein in der Forschungsförderung zusammenwirken können. Bundesforschungsministerin Annette Schavan kündigte an, man werde die Verfahren „schlanker und effizienter“ als bisher organisieren. Bei der Förderung von Forschungsbauten und Großgeräten an Hochschulen sollten der Wissenschaftsrat und die DFG beteiligt werden, um „wissenschaftliche Qualitätsstandards“ zu sichern. akü

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