Gesundheit : Mehr Geld vom Bund für neue Therapien

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Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hat ein Programm für „patientennahe medizinische Forschung“ in den Krankenhäusern gestartet. Dabei sollen mit Reihenuntersuchungen neue Therapieverfahren getestet und vor allem auch solche Untersuchungen finanziert werden, an denen die Pharmaindustrie wegen geringer Patientenzahlen wirtschaftlich wenig Interesse zeigt, teilte das Ministerium am Dienstag mit. Ein Beispiel: die Behandlung von Hirntumoren mit etwa 3000 Neuerkrankungen pro Jahr.

Für das Programm, das gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) umgesetzt wird, stehen in den nächsten vier Jahren 40 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem neuen Programm sollen auch Untersuchungen darüber gefördert werden, wie oft bestimmte Erkrankung in Verbindung mit Umweltbelastungen oder Risikofaktoren wie Rauchen oder Alkohol vorkommen, sagte DFGPräsident Ernst-Ludwig Winnacker. Der Wissenschaftsrat hatte wiederholt die mangelnde Leistungsfähigkeit der deutschen klinischen Forschung im internationalem Vergleich kritisiert. dpa

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