Gesundheit : Mehr Mädchen in schlechten Zeiten

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Bei den meisten Tieren und bei uns Menschen sind die Geschlechter ungefähr gleich verteilt. Es gibt etwa so viele Männchen wie Weibchen, etwa so viele Junge wie Mädchen. Aber nun haben britische Forscher herausgefunden, dass in Notzeiten offenbar mehr Mädchen zur Welt kommen.

Mhairi Gibson und Ruth Mace vom Londoner University College untersuchten Frauen in Äthiopien, wo Mangelernährung keine Seltenheit ist. Sie maßen den Umfang des Oberams und konnten so ermitteln, wie gut ernährt die Frauen waren. Das Ergebnis: die Frauen mit den kräftigsten Oberarmen brachten mehr als doppelt so häufig Jungen zur Welt wie die am schlechtesten ernährten.

Zwei mögliche Ursachen werden diskutiert. Zum einen haben Frauen, die Jungen zur Welt bringen, eine geringere Lebenserwartung als solche, die Mädchen gebären. Wer nicht hungert, kann den „Stress durch Jungen“ besser ertragen.

Der zweite Grund: Mangelernährung schon im Mutterleib schwächt die Gesundheit und die Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes – darunter leiden besonders Jungen, die später deshalb vielleicht ihren Nebenbuhlern unterliegen und weniger Kinder in die Welt setzen. wez

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