Gesundheit : Mehr Schüler wollen studieren

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Abiturienten wollen offenbar wieder öfter ein Studium aufnehmen. Nachdem in den letzten Jahren die Studierneigung der Abiturienten kontinuierlich sank, sei nun erstmals ein leichter Anstieg zu verzeichnen, heißt es in einer neuen Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS). Demnach können sich 75 Prozent der Studierberechtigten des Jahrgangs 2006 vorstellen zu studieren, 63 Prozent bezeichnen ein Studium als „sicher“ oder „wahrscheinlich“. Im Jahr zuvor dachten insgesamt 71 Prozent der Abiturienten an ein Studium, 62 Prozent sagten damals, sie würden sicher oder wahrscheinlich studieren. Für die Untersuchung befragte das HIS bundesweit gut 12 000 Schüler ein halbes Jahr vor ihrem Schulabgang..

Der Aufwärtstrend gilt auch für die Bundesländer, in denen jetzt Studiengebühren eingeführt werden. So stieg die Studierneigung in Hessen (plus sieben Prozent auf 79 Prozent) und in Nordrhein-Westfalen (plus vier Prozent auf 76 Prozent) sogar überdurchschnittlich. In beiden Ländern müssen Studierende bereits in diesem Jahr bis zu 500 Euro pro Semester zahlen. An der Spitze liegt das gebührenfreie Sachsen-Anhalt, wo 82 Prozent der Abiturienten ein Studium planen. Dramatisch gesunken ist die Studierneigung allein im Saarland; hier fiel der Wert um 16 Punkte auf 65 Prozent. Das Saarland will zum Herbst Gebühren einführen. In Berlin sagten drei Viertel der Abiturienten, dass sie studieren wollen.

Bei den Lieblingsfächern gab es im Vergleich zum Vorjahr praktisch keine Veränderungen. Vorne liegt nach wie vor ein Lehramtsstudium, das neun Prozent der Studierwilligen wählen wollen. Es folgen Wirtschaftswissenschaften (acht Prozent), Maschinenbau und Medizin (je sechs Prozent) sowie Kultur- und Sprachewissenschaften (vier Prozent). tiw

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