Gesundheit : Mehrheit für längere Grundschulzeit polis-Umfrage zeigt Zustimmung zum gemeinsamen Lernen

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Die Mehrheit der Deutschen ist für eine längere gemeinsame Schulzeit aller Kinder. In einer polisUmfrage sprachen sich jetzt 45 Prozent für eine sechsjährige Grundschulzeit aus. Fünf Prozent plädierten für eine gemeinsame Schulzeit von neun Jahren, 6 Prozent von sogar zehn Jahren. Eine Beibehaltung der in Deutschland üblichen vierjährigen Grundschulzeit befürworteten 38 Prozent. Dabei unterscheiden sich Ost- und Westdeutsche stark: In Ostdeutschland sind nur 22 Prozent für einen vier Jahre dauernden gemeinsamen Schulbesuch, im Westen sind es hingegen 41 Prozent.

Nach den internationalen Schulleistungstests Pisa und Iglu hatten Bildungsforscher die Verteilung der Kinder auf die verschiedenen Schularten bereits nach der vierten Klasse in Frage gestellt. In keinem anderen vergleichbaren Staat endet die gemeinsame Schulzeit aller Kinder so früh. Wie die Pisa-Studie für die 15-Jährigen und der Iglu-Test für die Zehnjährigen zeigten, werden soziale Benachteiligungen durch die starke Selektion verstärkt. Auch steigert eine längere gemeinsame Schulzeit mit individueller Förderung die Leistungen aller Schüler.

In der Altersgruppe der 35- bis 54-Jährigen findet sich laut Umfrage die größte Zustimmung für eine ausgedehnte gemeinsame Schulzeit. Insgesamt 63 Prozent der Befragten reichen vier Grundschuljahre nicht; 34 Prozent sind damit zufrieden. Befragte, die in einem Haushalt mit Kindern unter 14 Jahren leben, unterscheiden sich nur geringfügig von der Gesamtbevölkerung. 59 Prozent sind für ein längeres gemeinsames Lernen aller Kinder, 38 Prozent geben der vierjährigen Grundschule den Vorzug. Polis befragte nach eigenen Angaben zwischen dem 10. und 12.Juni 1010 Menschen im Alter von über 14 Jahren. dpa

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