Gesundheit : Menschen an der Universität, letzter Teil - die Tutorin

Interview: Heike Anger

Was machen Sie als Tutorin?

Als studentische Hilfskraft biete ich Tutorien an. Das sind freiwillige Übungskurse für Studenten der unteren Semester. Ergänzend zur Vorlesung diskutiere ich in kleinen Gruppen mit etwa zehn Leuten den Stoff. Ich studiere ja selbst noch. Da weiß ich genau, wo die häufigsten Probleme auftauchen. Für die jüngeren Studenten ist die Barriere hier auch nicht so hoch, Fragen zu stellen.

Wie sind Sie Tutorin geworden?

Zuerst habe ich typische Jobs gemacht, in einem Hotel und einer Werbeagentur gearbeitet. Das Jurastudium wurde dann immer zeitaufwendiger. Da schien es sinnvoll, Arbeit und Uni zu verbinden. Ich habe mich schriftlich als Tutorin beworben und wurde zum Gespräch eingeladen. Da stand ich nun vor der zwölfköpfigen Auswahlkommission und musste zeigen, dass ich eine Gruppe unterrichten kann. Fachwissen ist zwar auch wichtig, mehr aber didaktisches Geschick. Jetzt habe ich einen Vertrag auf zwei Jahre. Leider fallen viele studentische Stellen dem Rotstift zum Opfer. Dabei bietet das Tutorium die einzige Möglichkeit für Studenten, an der Uni in kleinen Gruppen zu arbeiten.Hier endet unsere kleine Serie. Wir stellten außerdem vor: den Professor, die Assistentin, den Mitarbeiter, die Lehrbeauftragte.

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