Gesundheit : „Mistel als Medizin eher schädlich“

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Die Mistel taugt als Weihnachtsdekoration, nicht aber als Krebsmittel. Zu diesem Schluss kommt Edzard Ernst, Experte für Alternativmedizin an der Universität Exeter, in einem Beitrag für das Fachblatt „British Medical Journal“. Viele Krebspatienten bekommen Mistelextrakte gespritzt, und die Krankenkassen bezahlen die Behandlung. Die Mistelextrakte sollen helfen, die Krankheit zu bekämpfen oder die Lebensqualität zu verbessern. „Die Mistel wurde immer wieder auf ihre Wirksamkeit gegen Krebs getestet, aber die besten Studien konnten keinen Nutzen nachweisen“, schreibt Ernst. Außerdem gebe es Hinweise auf eine Reihe ernster Nebenwirkungen, darunter entzündliche Schwellungen an der Einstichstelle, Abwehrreaktionen, Ausbrüche von Herpes, Gelenkschmerzen, Nierenversagen und Geschwürbildung. wez

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