Gesundheit : Mit Heiden leben

Die Katholische Akademie in Zeiten der Finanznot

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Als Folge der Finanzkrise des Berliner Erzbistums hat auch die Katholische Akademie „schmerzhafte Einschnitte“ zu beklagen. 100000 Euro hat die Akademie von ihrem Veranstaltungshaushalt eingebüßt – ein Drittel des Gesamtetats für dieses und das kommende Jahr. Der Grund dafür ist, dass die zugesagten Erhöhungen der Zuschüsse seitens des Erzbistums nicht eingehalten werden. Ein Trend, der schon seit 1997 anhält. Neu ist, dass nun auch die Reserven der Akademie aufgebraucht sind, so dass ab September weniger Veranstaltungen stattfinden, wenn nicht neue Geldgeber gefunden werden. Bisher konnten 25000 Euro aus dem Europäischen Kulturfonds eingeworben werden. Die Finanzierung für 2004 und 2005 sei jedoch nicht gesichert.

Von den vierzehn Mitarbeitern werde deshalb aber niemand entlassen, sagte Susanne Schmidt, Direktorin der Akademie. Denn das Erzbistum Berlin ist nur einer von sieben Trägern der Einrichtung, neben dem Verband der deutschen Diözesen und fünf weiteren Bistümern in Ostdeutschland.

Als Schwerpunkt für das Herbstprogramm hat die Akademie den Titel „Mit den ,Heiden’ leben“ gewählt – ein Motto, das provozieren soll. In diesem Rahmen diskutiert Andrea Fischer am 19. Oktober mit der badenwürttembergischen Kultusministerin Annette Schavan (CDU). Im Rahmen der politischen Sommerakademie führt am 23. September eine Podiumsdiskussion den ehemaligen Grünen-Bundestagsabgeordneten Cem Özdemir mit dem Historiker Heinrich August Winkler zusammen. Gestritten wird über „Islam und Demokratie“. nb

Der Eintritt für die Abendveranstaltungen beträgt 3,50, ermäßigt 2 Euro, für die Tagung 6,50, ermäßigt 4 Euro. Weitere Informationen unter Tel. 2830950

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