Mitarbeiter der Woche : Der Allergie-Arzt für Kinder

Name


Ulrich Wahn, 63

Beruf
Direktor der Kinderklinik für Pneumologie und Immunologie der Charité und Leiter der Kinderabteilung am Helios Klinikum Emil-von-Behring in Berlin-Zehlendorf

Alltag
„Jedes zehnte Baby in Berlin leidet an Neurodermitis, in jeder Schulklasse sitzen rund zwei Asthmatiker und jeder vierte Teenager hat Heuschnupfen“, sagt Ulrich Wahn – hier bei einem Lungenfunktionstest in der Klinik. Der Kinderarzt beobachtet eine rasante Zunahme von Allergien. „Woran das liegt, erforschen wir“, sagt er. Doch eines weiß man bereits heute: Die Veranlagung dafür ist erblich. Wovon derjenige dann Ausschlag, geschwollene Schleimhäute oder andere Symptome bekommt, hängt davon ab, welchen Stoffen er besonders ausgesetzt ist. Vor allem Nahrungsmittelallergien nehmen zu. „Die Reaktionen, zum Beispiel auf Erdnüsse, sind teilweise lebensbedrohlich“, erzählt Wahn, der sich seit 30 Jahren mit Allergien beschäftigt. Dann hilft eine Desensibilisierung. Dabei wird der Stoff, der die allergische Reaktion auslöst, in geringen Mengen als Medikament gegeben, bis der Körper sich daran gewöhnt. „Wenn unsere Forschung Erfolg hat, können wir vielleicht schon bald den Ausbruch von Allergien bei erblich vorbelasteten Kindern verhindern.“

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