MITARBEITER DER WOCHE : Der Blindenhund-Trainer

Name

Sascha Wick, 34

Beruf

Hundetrainer in Berlin-Köpenick, Stiftung Deutsche Schule für Blindenführhunde

Alltag

Gelassen, aber aufgeweckt sollen seine Schüler sein. Deshalb sucht Sascha Wick besondere Welpen aus. Das eigentliche Training beginnt erst mit anderthalb Jahren. Solange leben die Labrador Retriever in einer Patenfamilie. „Sie sollten in der Stadt aufwachsen, wo sie sich ans Bus- und Bahnfahren, an Lärm und Hektik gewöhnen“, sagt Wick. Beim Einschulungstest fallen trotzdem einige durch. Alle anderen trainieren nun täglich, Aufzüge, Treppen oder Ampeln zu finden. „Rot und Grün können sie aber nicht unterscheiden. Der Blinde entscheidet nach Gehör, wann er die Straße überquert.“ Die Tiere müssen sich in den Menschen hineinversetzen: Ein Hund läuft einfach unter der Laderampe eines Lasters hindurch. „Ich bringe ihm bei, dass ein Mensch da nicht durch passt“, sagt Wick. Und wenn eine Baustelle den Weg versperrt, muss der Hund einen sicheren Umweg finden. Nach zwei Jahren Ausbildung folgen vier bis sechs Wochen, in denen der zukünftige Besitzer mit dem Führhund die Kommandos trainiert. „Bei sich zu Hause betreue ich das Gespann noch eine Woche, damit der Hund sich in der neuen Umgebung zurechtfindet“, sagt Wick. Von da an hält diese Partnerschaft meist ein Leben lang. Infos über Patenschaften unter  655 38 26.Foto: Mike Wolff/ Text: dal

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