MITARBEITER DER WOCHE : Der Experte für die Berliner Luft

Name



David Groneberg, 37

Beruf

Facharzt für Sport- und Arbeitsmedizin

Alltag

Schon Paul Lincke wusste, dass die Berliner Luft etwas Besonderes ist. David Groneberg kann ihm da nur beipflichten. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern vom Institut für Arbeitsmedizin der Charité fährt er die Stadt regelmäßig in offenen Fahrzeugen ab. Im Rahmen des „MAQS“-Projekts (Mobile Air Quality Studies) messen sie die Luft an stark befahrenen Straßen, auf Brücken, vor Kohlekraftwerken, an Baustellen, an der Avus. Das Ergebnis ist erfreulich: „Die Berliner Luft ist so gut wie seit hundert Jahren nicht mehr“, sagt Groneberg. Grund seien die vielen Bäume, die Umweltzone und die Tatsache, dass die Häuser nicht so hoch gebaut werden, so dass Feinstaub besser abziehen kann. Luftqualität ist nicht nur für die Lungen, sondern für den gesamten Köper von entscheidender Bedeutung. Besonders problematisch ist Feinstaub für Heranwachsende und Asthmatiker. „Bei ihnen häufen sich die Infekte und Schübe, ihre Krankheitsverläufe werden schwerwiegender“, sagt der gebürtige Frankfurter, der 2002 jüngster Medizinprofessor in Deutschland wurde. Foto: Mike Wolff/Text: uba

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