MITARBEITER DER WOCHE : Der Facharzt für übermäßiges Schwitzen

Name



Rudolf Ott, 50

Beruf

Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am ev. Waldkrankenhaus Spandau

Alltag

Schwitzen ist eine normale Reaktion des Körpers – übermäßiges Schwitzen vor allem an den Händen kann aber zur sozialen Isolation führen. Die Krankheit heißt Hyperhidrosis. „Betroffene, vor allem junge Menschen, leiden sehr darunter, weil sie schwerer Freunde finden“, sagt Rudolf Ott. Der Facharzt für Viszeral- und Thoraxchirurgie wendet eine minimal-invasive OP-Methode an, um das Schwitzen zu beheben: Beim endoskopisch thorakalen Sympathicus Clipping (ETSC) wird der Sympathikus-Nerv im Brustkorb mit einem Metall-Titan-Clip abgedrückt. Zwar schwitzt der Patient dann möglicherweise an anderer Stelle, etwa am Rücken. „Aber das ist für viele weniger schlimm als an den Händen.“ Manche Kassen verlangen, dass erst andere Methoden ausprobiert werden, letztlich übernehmen sie aber meist die Kosten. Richard Ott arbeitet seit März in Berlin, wo er zur Zeit der Einzige ist, der ETSC anbietet. Foto: Mike Wolff/Text: uba

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