MITARBEITER DER WOCHE : Der Gedankenleser

Name



Klaus-Robert Müller, 42

Beruf

Informatikprofessor an der TU Berlin und am Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (First)

Alltag

„Gedankenspiele gehören zu meinem Alltag“, sagt Klaus-Robert Müller vom Berlin Brain-Computer Interface, einem Projekt der TU, des First und der Charité. Er hat ein Computersystem entwickelt, das Gedankenmuster erkennt und in Handlungen übersetzt. So kann er mit der Kraft seiner Gedanken einen Cursor auf einem Bildschirm bewegen. „Dieses Spiel nennen wir Brain- Pong“, sagt Müller. Dabei hat er eine Kappe auf, die mit Dutzenden Elektroden die Gehirnströme in dem Areal misst, das für Bewegungen zuständig ist. Wenn er sich vorstellt, wie seine linke Hand den Cursor verschiebt, zeichnet die Kappe ein Elektroenzephalogramm (EEG) auf – so werden die Gedanken sichtbar. Der Computer wertet die Signale aus und bewegt den Cursor. Schon heute können behinderte Menschen dank dieser Technik kommunizieren, ohne zu sprechen oder sich zu bewegen. Foto: Mike Wolff/ Text: stve

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