Mitarbeiter der Woche : Der Gefäßchirurg

Name


Ingo Flessenkämper, 52

Beruf
Chefarzt am Gefäßzentrum der DRK-Kliniken in Berlin-Mitte

Alltag
Blutgefäße versorgen Organe und Gliedmaßen mit Sauerstoff. Ingo Flessenkämper operiert diese winzigen Leitungen, wenn sie geschädigt sind. „Wir behandeln arterielle und venöse Erkrankungen“, sagt er. Arterien (Schlagadern) transportieren sauerstoffreiches Blut vom Herzen in den Körper – durch die Venen fließt es zurück. Nur in der Lunge ist das etwas anders.
Venenklappen verhindern, dass das Blut durch die Schwerkraft wieder herunterfließt – zum Beispiel in den Beinen. Schließen sie nicht richtig, kommt es zum Stau, Krampfadern entstehen.
„Arterien sind dagegen oft verengt, weil sich Fett und Kalk an den Wänden ablagern“, sagt der Arzt. Eine Folge von zu fettreicher Ernährung und wenig Bewegung. Weiten lassen sich Gefäße, indem ein Katheter eingeführt wird, an dessen Ende ein Ballon sitzt. Aufgeblasen drückt er die Wände auseinander. Hilft selbst das nicht mehr, kann eine Prothese aus Polyester oder Gore eingepflanzt werden. Mit einem Endoskop bringt der Chirurg sie an die richtige Stelle. „Heute können wir an der Hauptschlagader sogar Gefäßprothesen mit Kreuzungen und Abzweigungen bauen“, sagt Flessenkämper. „Solche Erfolge, und dass ich immer Neues lernen kann, sind das Schöne an dem Beruf.“

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