MITARBEITER DER WOCHE : Der Kinderkardiologe

Name



Felix Berger, 47

Beruf

Direktor der Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie am Deutschen Herzzentrum Berlin und an der Charité

Alltag

Jedes 100. Baby kommt mit einem Herzfehler zur Welt – knapp 7000 sind das pro Jahr in Deutschland. Felix Berger ist auf angeborene Herzfehler spezialisiert – das können Löcher zwischen den Herzkammern sein bis hin zu vertauschten Arterien. Zirkuliert das Blut in falschen Bahnen, ist die Sauerstoffversorgung der Organe nicht optimal. Die Ursachen sind wenig erforscht – fest steht, dass Alkoholmissbrauch und Rauchen in der Schwangerschaft das Risiko erhöhen. Der Kinderkardiologe diagnostiziert den Herzfehler schon im Mutterleib. In schweren Fällen wird direkt nach der Geburt operiert. „Kleine Fehler verwachsen sich manchmal noch“, sagt Berger. Oft reicht ein minimalinvasiver Eingriff ohne Vollnarkose, um ein Loch zwischen den Herzkammern zu schließen. Manchmal entdeckt der Arzt auch bei älteren Menschen noch einen angeborenen Herzfehler. Zwei Drittel seiner Patienten sind Erwachsene. Berger wünscht sich, dass diese Menschen weniger stigmatisiert werden. „Wenn Kinder mit Herzfehlern aus Unwissenheit vom Sportunterricht ausgeschlossen werden, macht mich das traurig“, sagt er. Foto: Mike Wolff/ Text: dal

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