MITARBEITER DER WOCHE : Der Kinderkrebsarzt

Name



Günter Henze, 61

Beruf

Professor für Kinderheilkunde und Direktor der pädiatrischen Klinik für Onkologie und Hämatologie der Charité Berlin



Alltag

Seit rund 30 Jahren kümmert sich Günter Henze um krebskranke Kinder. Die meisten haben Leukämie. Am zweithäufigsten sind Hirntumoren. Etwa 2000 Kinder unter 18 erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. In der Kinderklinik der Charité gibt es 16 Betten für diese Patienten. Sie brauchen Chemotherapien und Bestrahlung. Die Eltern dürfen auch nachts dableiben. Sozialarbeiter und Lehrer kümmern sich um die Patienten. Auch wenn Henze schon viele Kinder hat leiden sehen, geht er jeden Tag voller Hoffnung zur Arbeit. „Vier von fünf überleben“, sagt er. Gefährlich wird es, wenn Tumoren spät erkannt werden. Deshalb rät er, auch bei scheinbar harmlosen Symptomen, wie Erbrechen oder Bauchschmerzen, zum Kinderarzt zu gehen. In der Klinik werden mehrere hundert Kinder ambulant behandelt. Nicht alle haben Krebs. „Häufig sind auch Blutbildungsstörungen, wie die vererbbare Sichelzellenanämie.“ Viel Freizeit bleibt Henze nicht. Doch oft wird ihm sein Einsatz auch nach Jahren noch gedankt: „Gerade hat mir eine ehemalige Patientin ein Foto von ihrem Neugeborenen geschickt.“ Foto: Mike Wolff, Text: dal

0 Kommentare

Neuester Kommentar