MITARBEITER DER WOCHE : Der Leiter der ALS- Ambulanz der Charité

Foto: Björn Kietzmann

Name



Thomas Meyer, 46

Beruf

Facharzt für Neurologie

Alltag

Der Physiker Stephen Hawking oder der 2007 verstorbene Maler Jörg Immendorff sind die berühmtesten Patienten – aber viel mehr Menschen leiden an der Nervenkrankheit ALS (Amythrophe Lateralsklerose). „In der Höchstform sind sie komplett gelähmt und können nur noch mit den Augen kommunizieren“, erklärt Thomas Meyer. Der gebürtige Berliner interessiert sich seit 22 Jahren für ALS, aber in Deutschland gab es nach seinem Medizinstudium kaum Erfahrung mit der Krankheit. Deshalb ging er ein Jahr in die USA. 2002 holte ihn Karl Max Einhäupl, damals Chefneurologe und heute Vorstandsvorsitzender der Charité, um die neue ALS–Ambulanz aufzubauen. Rund 800 Patienten kommen regelmäßig, die Hälfte davon aus Berlin und Brandenburg. „Sie sind zu krank, um stationär aufgenommen zu werden“, erklärt Meyer. In der Ambulanz erhalten sie etwa Informationen zu Mobilität, Krankengymnastik, Ernährung und Kommunikationshilfen. Die Aufgabe: möglichst genau herauszufinden, welche Maßnahmen geeignet sind.„Unser Ziel sind maßgeschneiderte Lösungen, eine personalisierte, ganzheitliche Medizin“, so Thomas Meyer. Foto: Björn Kietzmann/Text: uba

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