MITARBEITER DER WOCHE : Der Medizinhistoriker

Name



Thomas Schnalke, 53

Beruf

Direktor des Medizinhistorischen

Museums der Charité

Alltag

Medizin und Kunst? An der Charité kommt beides zusammen. Vergangenen Donnerstag hat Thomas Schnalke die neueste Ausstellung des Museums eröffnet, das er seit 2000 leitet: Röntgenaufnahmen von Skulpturen aus amerikanischen und deutschen Museen. „Wir sind es gewohnt, mit Röntgenstrahlen in lebende Körper zu blicken“, erklärt er. „Hier wird eigentlich tote Materie mit solchen Strahlen verlebendigt.“ Von der Kuratorin Uta Kornmeier stammt die Idee zu der Ausstellung, die noch bis 5. Juni zu sehen ist. Thomas Schnalke hat zunächst Medizin studiert, schwenkte dann auf Medizingeschichte um und habilitierte sich 1993 in Erlangen. In den zurückliegenden elf Jahren hat sich die Besucherzahl des Museum auf 90 000 im Jahr verdoppelt. Neben der Einführung des thematischen Schwerpunkts „Kunst und Medizin“ war vor allem die Eröffnung der Dauerausstellung 2007 ein Meilenstein seiner Amtszeit. Sie ist als Erkenntnisreise in den menschlichen Körper gestaltet. Als Thomas Schnalke anfing, gab es nur zwei medizinhistorische Einrichtungen in Deutschland, inzwischen sind es fünf. Foto: Mike Wolff/Text: uba