Mitarbeiter der Woche : Der Neuropathologe

Name



Frank Heppner, 40

Beruf

Direktor des Instituts für Neuropathologie der Charité in Berlin-Wedding und Mitte

Alltag

Andauernde Kopfschmerzen, Schwindel oder Kribbeln in Händen und Füßen? Ist die Ursache unklar, landen Patienten beim Neurologen – und der macht eine Computertomografie vom Gehirn.

Manchmal ist auf den Bildern dann ein Fleck zu sehen: ein Tumor, eine Blutung im Gehirn oder eine Entzündung? Das zu klären, ist neben der Beurteilung von

Muskel- und Nervenproben Aufgabe von Neuropathologe Frank Heppner (links).

An seinem Institut werden pro Jahr rund 6500 Hirnproben untersucht. Vom Ergebnis hängt die Behandlung ab, etwa eine Chemotherapie bei Krebs. Krankheiten wie Morbus Alzheimer oder Parkinson

lassen sich oft erst nach dem Tod eindeutig nachweisen, weshalb auch Hirnautopsien zu seiner Arbeit gehören. Das Ergebnis kann für Kollegen, Angehörige oder die Forschung wichtig sein. Manchmal stoßen die Neuropathologen beim Blick durchs Mikroskop auf völlig neue Strukturen.

„Daran zeigt sich, dass wir bei der Erforschung vieler Hirnkrankheiten noch am Anfang stehen“, sagt Heppner. „Das fasziniert mich. Ich möchte verstehen, was in ,kranken Köpfen’ wirklich abläuft.“ (dal)

Weitere Informationen: www.charite.de/neuropathologie

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