MITARBEITER DER WOCHE : Der Präparator, von dem Ärzte lernen können

Name



Jan Sulik, 42

Beruf

Medizinischer Sektions- und Präparationsassistent am Unfallkrankenhaus Berlin

Alltag

Jan Sulik untersucht Verstorbene. Die Erkenntnisse daraus kommen den behandelnden Ärzten und damit allen Patienten zugute. „Es gibt zwei Formen von Obduktion“, erklärt Jan Sulik, „die rechtsmedizinische und die klinische. Was wir hier tun, ist die zweite.“ Die Autopsie (griechisch für „mit eigenen Augen sehen“) soll wichtige Fragen klären: Wie sahen die Organe zum Zeitpunkt des Todes aus? Wurden die richtigen Diagnosen gestellt und haben die Medikamente gewirkt? Welche Folgen hat die Operation gehabt? Wurde etwas übersehen? Zugleich übernimmt er die Betreuung von Hinterbliebenen, die administrative Bearbeitung von Sterbefällen und die Kommunikation mit Bestattern. Jan Sulik stammt aus der Lausitz und hat sich Anfang der 90er Jahre zum Präparator am damaligen Krankenhaus Neukölln ausbilden lassen. Am ukb arbeitet er seit 2000. Foto: Mike Wolff/Text: uba

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