MITARBEITER DER WOCHE : Der Psychoonkologe

Name



Oliver Özöncel, 43

Beruf

Diplom-Psychologe

Alltag

Allein das Wort „Krebs“ löst besondere Ängste aus. Eine Diagnose ändert das ganze Leben, beruflich wie privat. Weil Krebs so umfassend in den Alltag eingreift und man auch nach einer Heilung nie sicher sein kann, ob der Tumor nicht wiederkommt, gibt es seit einigen Jahren das Berufsbild des Psychoonkologen. Als solcher arbeitet Oliver Özöncel bei der Charité und der Berliner Krebsgesellschaft. „Ich nehme mir umfassend Zeit, um mit den Patienten Ängste, Perspektiven und Veränderungen zu besprechen“, erklärt er. Wesentlich dabei ist das Stadium, in dem sich der Erkrankte befindet. Das Therapiekonzept: radikale Akzeptanz der Situation, nicht weglaufen, nicht schönreden. Aber auch um handfeste medizinische oder sozialrechtliche Fragen geht es, Özöncel gibt Tipps beim Ausfüllen von Anträgen. Auch Angehörige von Patienten kommen zu ihm – meist, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist. „Beim Psychoonkologen können sie erstmals richtig offen und ohne Verharmlosung über alles sprechen“, so Özöncel. Der Stuttgarter hat in Berlin Psychologie studiert, er arbeitet seit 2007 für die Charité und seit diesem Jahr für die Krebsgesellschaft. Foto: Mike Wolff/Text: uba

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