MITARBEITER DER WOCHE : Der Rekonstrukteur des Kreuzbandes

290108_3_xio-fcmsimage-20090727105521-006001-4a6d6b790a505.heprodimagesfotos83420090727mdwknie.jpg

Name

Wolf Petersen, 40

Beruf

Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im Martin-Luther-Krankenhaus

Alltag

Das Kniegelenk wird unter anderem durch die beiden Kreuzbänder zusammengehalten. Bei Sportverletzungen reißt häufig das vordere Kreuzband. Es besteht wiederum aus zwei Bündeln, von denen in Operationen häufig nur eines ersetzt wird. Wolf Petersen hat ein Verfahren entwickelt, bei dem beide Bündel des vorderen Kreuzbandes ersetzt werden, und zwar durch Körpersehnen, die aus dem Oberschenkel entnommen werden. Zwar kann der Patient auch mit nur einem Bündel gut laufen, aber in Messungen wird deutlich, dass die Stabilität mit zwei Bündeln größer ist. „Die Natur macht nichts ohne Sinn, deshalb sollten wir auch versuchen, den natürlichen Zustand so weit wie möglich wiederherzustellen“, sagt der Chirurg, der aus Osnabrück stammt, sich in Kiel habilitiert und 2008 seine Tätigkeit als Chefarzt am Martin-Luther-Krankenhaus aufgenommen hat. Die Rekonstruktion beider Kreuzband-Bündel ist nicht neu, aber Petersens Team hat dafür eigene Instrumente entwickelt und patentieren lassen. Bei OPs in Russland, Saudi-Arabien und im Iran hat Wolf Petersen die Technik vorgestellt. Foto: Mike Wolff/Text: uba

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben