Mitarbeiter der Woche : Der Spezialist für verstopfte Arterien

249677_3_xio-fcmsimage-20090111163900-006000-496a1294e5fb6.heprodimagesfotos83420090112mdwspeck.jpeg
Ulrich Speck, Professor für Experimentelle Radiologie an der Charité. -Foto: Mike Wolff

Name:

Ulrich Speck, 68

Beruf: Professor für Experimentelle Radiologie an der Charité

Alltag: Eine Gefäßverengung ist keine angenehme Sache. Um den Blutstrom wieder ungehindert fließen zu lassen, wird ein Ballonkatheter eingeführt, der die Arterienwand mit hohem Druck aufweitet. Schmerzen empfindet der Patient nicht, aber die Narben, die sich bilden, können dazu führen, dass das Gefäß erneut enger wird. Um das zu verhindern, hat Ulrich Speck mit seiner Arbeitsgruppe eine neuartige Technik entwickelt. Vor dem Eingriff wird der Wirkstoff Taxol auf den Katheter aufgetragen. Dafür haben er und sein Team im vergangenen Dezember den Innovationspreis Berlin-Brandenburg bekommen. Der wird für die Zusammenarbeit von Forschern mit Firmen aus der Region vergeben, in diesem Fall mit der Firma B. Braun aus Neukölln, die die Katheter herstellt, und Bayer Schering Pharma. Dass Ulrich Speck zum Wohle des Menschen forscht, war anfangs nicht selbstverständlich. Als Biologe habilitierte er sich zunächst über Flusskrebse. Später ging er zu Schering, um dort in der Abteilung für Röntgenkontrastmittel zu arbeiten. Da war es nur noch ein kleiner Schritt in die Radiologie der Charité. (uba)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben